Psychologie des Trainerwechsels


Veröffentlicht am 29. November 2019

„Ich habe, wenn ich – wie in Frankfurt, Bremen oder Wolfsburg – während der Saison einstieg, zuallererst Spieler aufgestellt, die anpackten, arbeiteten und diszipliniert spielten. Wichtig war für mich in einer derartigen Lage die Kommunikation. Ich sprach mit den Spielern, dem Kapitän und dem Umfeld, um zu erfahren, wo die Probleme innerhalb der Mannschaft lagen. Solche Informationen sind elementar, um auf das Team psychologisch optimal einwirken zu können. Es geht da nicht zuallererst um die fußballspezifischen Fähigkeiten eines Trainers, nein, man muss motivieren, Impulse setzen. Für manche Spieler bedeutet ein Trainertausch einen Neustart, andere müssen sich neu bewähren, sodass im Idealfall der ganze Kader wieder funktioniert, auch wenn es immer Unzufriedene geben wird.“

(Felix Magath)

Torgarant + Weltklasse = Gerd Müller


Veröffentlicht am 27. November 2019

Felix Magath, Ludger Schulze, Müller-Biograph Hans Woller (© Catherina Hess | © Pierre Jarawan)

„Gerd Müller würde in der heutigen Zeit wohl noch mehr Tore als Robert Lewandowski schießen. Das Mittelfeld beim FC Bayern ist heute einfach besser besetzt als in den 1970er Jahren. Lewandowski ist ein Weltklasse-Spieler. An die Genialität eines Gerd Müller reicht er meines Erachtens nicht heran. Für mich war Gerd Müller der beste Fußballspieler der Welt – und womöglich wäre er es heute auch noch.“

(Felix Magath, Literaturhaus München, Podiumsdiskussion, 20. November 2019)

Ehrenamt


Veröffentlicht am 27. November 2019

Felix Magath, Preisträger, Verbandspräsident Rainer Koch (© Philipp Schmatloch / BFV)

„Das Ehrenamt ist die Grundlage des Fußballs. Denn ohne die vielen engagierten Menschen in den Vereinen wäre ein geregelter Trainings- und Spielbetrieb überhaupt nicht möglich. Beim BFV-Ehrenamtspreis erfahren die 22 Kreissieger die Wertschätzung, die sie auch verdient haben. Auch mir persönlich ist es ein Anliegen, danke zu sagen – denn auch meine Anfänge liegen in einem kleinen bayerischen Verein.“

(Felix Magath, Gast beim Ehrenamtspreis des BFV, 16. November 2019)

Fundstücke


Veröffentlicht am 26. November 2019

„Ich war immer bescheiden. Das hat nur niemand verstanden. Ich war immer bescheiden. Auf meine eigene Art. (…) Wenn man ein Sechs-Sterne-Hotel sucht, würde man nichts Besseres finden, als das Trainingsgelände bei Tottenham. Einfach unglaublich. Großartige Betten, riesige Kissen. Riesige Kissen, einfach unfassbar! Man schläft in der Mitte von fünf oder sechs riesigen, weichen Kissen. Sehr, sehr gut. Und teure Decken. Teure Decken! So gut.“

(José Mourinho, Amtsantritt bei Tottenham Hotspur, 21. November 2019)

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Ein Historiker am Ball


Veröffentlicht am 16. November 2019

Hans Woller – Vom Vorspiel bei Union Berlin zum Doppelpass mit Felix Magath

Hans Woller vor seinem Publikum in der Eisern Lounge von Union Berlin.

Der Münchner Historiker und Buchautor Hans Woller stellt aktuell seine wegweisende Gerd Müller Biografie in deutschen Landen vor. „Gerd Müller: oder Wie das große Geld in den Fußball kam“ weckt Interesse, zieht Fußballfreunde und Leser an, sorgt für aufschlussreiche und spannende Interviews und Rezensionen. Zwischen einem Stadiongespräch bei Union Berlin und einem bevorstehenden Termin im Münchner Literaturhaus mit Felix Magath, fand Hans Woller dankenswerterweise Zeit für einen kleinen Gastbeitrag, den wir hier mit Freuden veröffentlichen. Am Ende dieses Beitrages gibt es noch den Veranstaltunghinweis des Literaturhauses München sowie einige Impressionen von Hans Wollers Stadiongespräch bei Union Berlin.

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Pro Hallenfußball


Veröffentlicht am 12. November 2019

„Spieler, die sich auf einem engen Raum im Eins-gegen-Eins durchsetzen, gibt es leider immer weniger. Für mich war das immer ein ganz wichtiger Teil der Trainingsarbeit und deswegen bin ich auch immer ein Verfechter des Hallenfußballs gewesen.“

(Felix Magath, Nord West Zeitung, 12. November 2019)

Order!


Veröffentlicht am 2. November 2019

John Bercow: Fußballfan, Tennisenthusiast und Sportautor

Mr. Speaker als Gunners-Fan

Sein Order! brachte stets das House of Commons zur Räson ohne den uralten Geist des englischen Parlamentarismus zu verletzten. Ob unendliche Brexit-Debatten oder persönliche Schmähungen, John Bercow behielt Kopf und Ruhe, oftmals auch einen alle Lager beruhigenden Humor. Die Integrität seiner Person, das bestimmte Auftreten und eine absolute Klarheit in Sprache und Sache von Parlament und Demokratie, gepaart mit Durchsetzungsvermögen, machten John Simon Bercow zu einer in ganz Europa bewunderten politischen Figur. Zehn Jahre Sprecher des britischen Unterhauses sind ihm nun genug, er räumt den Posten und kandidiert auch nicht mehr fürs Parlament. Mr. Speaker hat genug. Nun Zeit für Sport? No Sports galt nämlich für diesen Briten nie. Im Gegenteil.

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Premiere unter Bekannten


Veröffentlicht am 29. Oktober 2019

Erstmals Union vs. Hertha in der 1. Bundesliga

Wenn der Berliner meckert, ist er gut drauf. Wenn er läuft, ist er zu spät dran oder Marathon in der Stadt. Es gibt viel zu erleben. Unaufhörliche Tourismusströme legen dafür Zeugnis ab. Es brummt nicht nur Berlin, es boomt auch der Sport. Die Füchse im Handball, Alba im Basketball und die Eisbären im Eishockey sind Spitzenteams. In der Stadt gibt es den größten Olympiastützpunkt Deutschlands und viele großartige Sportler. Selbst ein FC Bundestag tritt offiziell gegen den Ball. Union und Hertha kennt sowieso jeder, nicht nur jene, denen einmal ein Fußball um die Nase geflogen. An Sportbegeisterung nimmt es der Berliner mit jedem auf und hat viele Orte, wo er diese austoben kann. Für zusätzliche Euphorie gibt’s nun noch ein neues Feld. Berlin hat endlich wieder ein Fußballderby in der 1. Bundesliga. Und was für eins! Obwohl sie sich ewig kennen – woran auch die Mauer nichts geändert – nach Wende und Einheit auch ab und an die Klingen kreuzten, sieht man sich in der 1. Bundesliga erstmals und begeht gemeinsam diese Premiere. Berliner Derby. Endlich!

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Zwischen Strafraum und Leben


Veröffentlicht am 19. Oktober 2019

Der Historiker Hans Woller führt die Leser zu Gerd Müller

Buchcover

Wer glaubt, Spannung wäre heutzutage nur noch mit einem Netflix Abo machbar, der irrt gewaltig. Man greife zum Buch! Hans Woller bietet mit seiner Gerd Müller Biografie ganz aktuell das spannungsreiche und faszinierende Lebensporträt eines großen Fußballers und Torjägers. Dieses famose Sachbuch wurde nicht nur für den Fußballfan geschrieben. Die Lektüre lohnt für jedermann. Ohne Umschweife führt Woller seine Leser auf den Lebensweg eines Menschen, der sich mit Toren im kollektiven Gedächtnis der Deutschen festgesetzt hat, dennoch wesentlich mehr war als nur der Mann im Strafraum. So bietet diese Biografie mehr als Tore und Vorlagen. Sie zeigt Höhen und Tiefen eines Lebens, lässt über Berufung, Liebe, Freundschaft und Enttäuschung nachdenken, bildet flüchtiges und wiedergewonnenes Glück ab und schließt vor Leid und Unglück nicht die Augen. Niemals kommt der Fußball dabei zu kurz. Wer braucht also Netflix?

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